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Umsicht geboten

Eigentlich versprach es ein einfacher Auslieferungsauftrag zu werden – ein Beutel nach Holm-Seppensen. Auf dem Weg von der Stadtbücherei gen Soltauer Straße hat an der Einmündung von der Adolfstraße kommend ein Rechtsabbieger mich fast auf die Hörner genommen. Als ich dann in Holm-Seppensen vom Hof fahren wollte, auf dem ich den Beutel Medien abgeliefert hatte, kam mir ein Postauto entgegen und machte erst Anstalten zurückzusetzen, nachdem ich vom Sattel gekommen war.

Es wird Zeit, dass mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen und das nicht nur während des Stadtradelns. Dann gibt es durch öftere Fahrraderscheinungen hoffentlich mehr Aufmerksamkeit an Lenkrädern.

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Nur ein Beutel

In der Siedlung, in der die Straßen Mädchennamen erhalten haben, kenne ich mich nun schon besser aus. Da war ich beileibe nicht auf dem Holzweg, der nicht sehr weit weg ist. Allerdings verläuft er auf der anderen Seite der Güterbahn.

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Wiedereröffnung

Die Stadtbücherei öffnet wieder am 22. März 2021 und freut sich auf Menschen, die wieder in der Bücherei Medien ausleihen werden. Schon jetzt war der Anteil der Lieferungen an Quarantäne-Familien in der Überzahl. Ich bin gespannt, wie sich der Lieferdienst bei Erreichen der Herdenimmunität entwickeln wird.

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Mach‘ es wie die Sonnenuhr

Zähl‘ die heitren Stunden nur!

Dieser Poesiealbumspruch kam mir in den Sinn, als ich in Buchholz‘ Osten die unten abgebildete Sonnenuhr sah. Voller Neid sehe ich Wolkenlosigkeit in der Wetterkarte eher im Südwesten Deutschlands und freue mich wie Bolle, wenn auch hierzulande der Zeiger einer Sonnenuhr die Zeit anzeigt. Es war zwar kalt, aber der blaue Himmel trägt doch zu Frohsinn bei. Da macht es auch nichts, wenn nur drei Taschen auszuliefern sind. Trotzdem sind wieder 20 Kilometer zusammengekommen. Naja, zehn davon sind Hin- und Rückfahrt von Holm-Seppensen zur Innenstadt und zurück. Aber für drei Adressen in Buchholz ohne Steinbeck & Co immerhin 10 Kilometer. Nicht schlecht!

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Kahler Kopf am Kahlenberg

Zwischen Sprötze und Trelde, Sprötzer Bach und Trelder Bach liegt am ehemaligen Bahndamm (Bremervörder Bahn) ein Neubaugebiet, in dem ich auskunftsbereite Menschen antraf und daher die Lieferadresse bequem fand. Über den Bahndamm war ich früher schon gefahren, die Siedlung aber habe ich immer rechts und links liegen gelassen. Auch wenn ich mich nirgends verfahren habe, so hatte ich am Ende dann doch 30 Kilometer Strecke zurückgelegt – man kommt herum!

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Nix zu meckern

Heute haben alle Lieferadressen gestimmt und ich hatte auch noch ein nettes Pläuschchen mit meiner Dauerkundin in der Prenzlauer Straße. Nur in der Friedrichstaße war ganz am Ende die Hausnummer schwer zu finden. Dafür kann die Stadtbibliothek aber nichts. Aber gut herumgekommen bin ich schon: Über 20 Kilometer, bis an die Gemarkung von Meilsen.

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besuch Buch

Heute hatte ich so viele tolle Erlebnisse, dass ich nicht zum Fotografieren kam. Das heißt, ich habe doch zwei Lieferzettel fotografiert, auf denen die Hausnummer nicht stimmte. Diese Fotos sind für die Veröffentlichung ungeeignet. Aber ich bin alle Taschen richtig losgeworden. Ich bin dankbar für die Detektivarbeit – Erfolgserlebnisse nach Lösung von Rätseln machen noch einmal soviel Spaß!

Nach Auslieferung der letzten Tasche in Steinbeck kam ich nach Hause nach Holm-Seppensen in den Pappelweg und entdeckte eine Person am dortigen Bücherschrank.

Gerne hätte ich sie fotografiert und das Foto hier eingestellt, aber damit war sie nicht einverstanden. Immerhin konnte ich sie darüber informieren, dass sie in der Stadtbücherei auch telefonisch Bücher bestellen kann. Diese Möglichkeit war ihr entgangen, weil sie ungern im Internet unterwegs ist und deshalb die aktuellen Informationen der Stadtbücherei nicht kannte.

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Respekt!

Überwiegend treten mir die belieferten Menschen an ihrer Haustür mit Respekt gegenüber. Natürlich gibt es auch welche, die nicht erkennen lassen, ob sie die Belieferung freut. Es gibt auch Menschen, die mir ein Bakschisch geben wollen. Da komme ich mir eher so vor, als würde ich als Dienstbote wie ein Hotelpage betrachtet. Heute habe ich bei einer Dauerkundin eine Tafel Schokolade geschenkt bekommen. Nicht nur deswegen freute ich mich, sondern auch darüber, dass ich kein Amt (öffentlicher Dienst) mehr inne habe und mir keine Gedanken mehr machen muss, ob ich eine Zuwendung ablehnen muss um mich nicht dem eventuellen Verdacht der Bestechlichkeit auszusetzen.

Besonders freute mich der Umstand, dass jemand öffentlich erkennbar gegen Rassismus auftritt und mir die Erlaubnis gab, ein Foto seiner Haustür hier zu veröffentlichen. Auf dem Foto sind der Text „Kein Platz für Rassismus“ und ein Spiegelbild meiner Wenigkeit zu sehen.

www.respekt.tv/unterstützer-innen

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Kein Schneemann

Meine Tochter hat Gender-Weissenschaften studiert und so bin ich ganz gut geeicht. Die Schneemänner, die ich als Kind gebaut habe, waren sowieso unisex. Wie sagt man denn nun heute? Schneefigur? Jedenfalls habe ich auf meiner heutigen Tour nichts dergleichen entdecken können. Allerdings bin ich auf zwei Grundstücken (Nr. 20 und Nr. 20a) herumgeirrt um Hannah (ich liebe Palindrome) zu beliefern. Auf dem Lieferzettel stand die falsche Hausnummer und es fehlte der Familienname. Glücklicherweise bekam ich von der Bewohnerin des Nachbarhauses (20) die entscheidenden Hinweise: Sie kannte Hannah. Hannahs Mutter öffnete die richtige Haustür (20a) und bestätigte, dass die Lieferung für ihre Tochter bestimmt war. An einer Ecke des Hauses stand eine Schneefigur – nicht aus Schnee – , die Hannahs Oma aus dem Sperrmüll gerettet hatte. Ende gut, alles gut.

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Schlüsselerlebnis

Bei 1° Lufttemperatur habe ich mein Fahrrad im Schuppen gelassen und es vorgezogen die angekündigten acht Taschen per Auto auszufahren. Leider ist mir unterwegs der Zündschlüssel abgebrochen und meine Frau musste mir den Zweitschlüssel bringen, damit ich weiter kam. Ich bin froh, dass mir der Schlüsselbruch nicht fernab des Zweitschlüssels passierte. Natürlich habe ich sofort einen neuen Zündschlüssel in Auftrag gegeben. Dafür musste ich in meiner Werkstatt Personalausweis und Fahrzeugschein vorlegen.